Diät und ihre Feinheiten

vollwertiges, für Kopf, Herz und Bauch

Deutschland: Europameister der Dickbauchigkeit

Die Deutschen Dicken reiten vorraus

Bier, Fett und Bewegungsmangel machen die Deutschen zu den dicksten Bürgern der EU.
Sie lägen beim Gewicht inzwischen sogar gleichauf mit den USA. Einer internationalen Studie zufolge sind in Deutschland 75 Prozent der Männer und 59 Prozent der Frauen zu dick. Die Studie der International Association for the Study of Obesity (IASO)soll am Sonntag veröffentlicht werden.

Verbraucherschutzminister Horst Seehofer (CSU) will im Mai Eckpunkte(?) der Bundesregierung mit Maßnahmen, um ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung zu fördern, vorstellen. Er kündigte in der „Berliner Zeitung“ eine bessere Aufklärung und eine umfassende Vorsorgestrategie an.


Seine Vorgängerin Renate Künast (Grüne) kritisierte vor allem die Wirtschaft: „Unternehmen wie Ferrero verdienen seit Jahren an so genannten Kinderlebensmitteln, die viel zu fett und zu süß sind“, sagte die ehemalige Verbraucherschutzministerin dem Blatt. Nötig seien deshalb Werbeverbote und „eine klare Kennzeichnung von Lebensmitteln, die auf den ersten Blick erkennbar machen, was drin ist“.

60 Prozent der Deutschen sind unbewegt

Ernährungsexperte Francesco Branco von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sagte, dass 60 Prozent der Deutschen sich nicht ausreichend bewegen. Die Bundesbürger deckten zudem rund 35 Prozent ihres Energiebedarfs mit Fett. Empfohlen werden jedoch höchstens 30 Prozent. Auch der Bierkonsum spiele eine Rolle: Die Kalorien in dem Getränk sättigen nicht, setzen aber an.

Zusammenhang mit Einkommen und Bildung

Bei den Männern in Deutschland sind nach der Erhebung 52,9 Prozent übergewichtig, 22,5 leiden unter krankhafter Fettleibigkeit.

Bei den Frauen haben 35,6 Prozent Übergewicht, 23,3 Prozent sind adipös.

Niedrige Einkommens- und Bildungsklassen sind laut Branco überdurchschnittlich oft von Gewichtsproblemen betroffen. Die Bundesrepublik hat nach Zeitungsangaben Tschechien, Zypern und Großbritannien in der Rangliste der Dicken abgelöst, die EU-Spitzenreiter in den vergangenen Jahren waren.

„Weltweite Epidemie“

Fettleibigkeit sei zu einer weltweiten Epidemie geworden, zitiert die „Süddeutsche Zeitung“ den Europa-Präsidenten der IASO, Vojtech Hainer. Die überflüssigen Pfunde entwickelten sich zu einer Belastung für das Gesundheitssystem. Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall und verschiedene Krebsarten seien oft die Folgen, warnte Hainer.

Teuer

Sechs Prozent der Ausgaben der Gesundheitssysteme in der EU gehen auf Krankheiten zurück, die von Übergewicht verursacht worden sind. In Deutschland sind das zwischen 10 und 20 Milliarden Euro. Die Weltgesundheitsorganisation forderte die Politik zum Handeln auf. Die Werbung für fette und zuckerhaltige Nahrungsmittel solle eingeschränkt und die Menschen zu mehr körperlicher Bewegung animiert werden.

9. Mai 2007: Die Fortsetzung: Das Schlankheitsprogramm der Bundesregierung mit den fünf Eckpunkten 

April 20, 2007 - Geschrieben von fressnet2 | Netzspaziergang, Presse

1 Kommentar »

  1. [...] getestet und in empfehlenswert und nicht empfehlenswert sortiert – und doch ist das Zunehmen, nicht das Abnehmen die Regel: In Wirklichkeit kümmern sich die wenigsten Ratgeber um ihr [...]

    Pingback von Abnehmen Diät Ernährung: Diätberatung darf nicht einseitig sein | Juli 3, 2007 | Antworten


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