Diät und ihre Feinheiten

vollwertiges, für Kopf, Herz und Bauch

Bundesminister will verschärfte Aufklärung über Übergewicht und Fettleibigkeit

Auf diese Meldung haben wir ja schon lange gewartet:

„Die Zunahme von Übergewicht und Fettleibigkeit stellt vor allem auf Grund der gesundheitlichen Folgewirkungen ein ernstzunehmendes gesellschaftliches Problem dar, dem entgegengewirkt werden muss“, sagte Seehofer der „Berliner Zeitung“. Dazu sei eine bessere Aufklärung und eine umfassende Präventionsstrategie nötig.

Kann mir mal jemand sagen, ob jetzt auch die Aufklärung, wie sie im Internet stattfindet, verbessert wird, und wie das gehen soll?

Darf Bild der Frau weiterhin ihre Blitzdiäten bewerben?

Sollen all die nutzlosen, wirkungslosen Seiten weiterhin den Anspruch auf Problemlösungen als Wahrheit verkaufen?

Wann werden innovative Konzepte gefördert?

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Der Bundesärzteverband forderte die Politik auf, „wie beim Nichtraucherschutz auch beim Thema Übergewicht und Fettleibigkeit endlich Handlungsbedarf zu erkennen“. Der Süßwarenindustrie werde es zu leicht gemacht, Kinder mit Snacks und Schokoriegeln zu verführen, sagte Verbandssprecher Hans-Jörg Freese.

Ebenfalls verwunderlich: Dass das Verbraucherschutz-Ministerium sich angesprochen fühlt, und das Gesundheitsministerium schläft.

April 22, 2007 Verfasst von fressnet2 | Netzspaziergang, Presse | | 1 Kommentar

Dezente Anfrage

Da hat Lukuhlus

eine Grenze über – oder unterschritten, so dass er jetzt BMI-mäßig in der Norm liegt – herzlichen Glückwunsch dazu!

Vielleicht ein Fall für die Rubrik „Jahrestage„, wenn Interesse.

April 22, 2007 Verfasst von fressnet2 | Netzspaziergang | | Noch keine Kommentare

Durchfallerquote: 95 Prozent

… so die knappest mögliche Zusammenfassung eines langen Zeit-Artikels über Sinn, Erfolg und Zweck der Diäten.

Diäten können nie helfen

… Der Übergewichtige nimmt ein paar Wochen ab und kehrt danach zu seinem alten Lebenswandel zurück. Wie soll ein vorübergehender Kalorienverzicht zu einem dauerhaften Gewichtsverlust führen? Das wäre so als ob eine Woche Regen im Thschad die Sahara für alle Zeiten in Ackerland verwandeln würden. Eine „Diät“ hat nur Sinn vor einer OP oder einem ähnlichen wichtigen Termin.

Wer abnehmen will muss seine Ernährung für die komplette Dauer seines restlichen Lebens umstellen. Weniger Industriefutter, mehr Obst und Gemüse, weniger Tierprodukte und mehr Bewegung führen dauerhaft fast immer zum Erfolg. Aber mit einer zwei Wochen Diät werde ich nicht den Rest des Lebens schlank.

Diäten sind eine (meist teuer bezahlte) Schlankheit auf Probe.

Das war der Leserkommentar, der mir noch am besten gefallen hat, von AlbertHalbstein.

Bei der Gelegenheit ist dort noch Kommentar  Nr. 8 aufgetaucht:

Die psychischen Ursachen des Übergewichts

… sind hier gar nicht untersucht worden. Dass Dicke ihre Probleme anders lösen oder aussitzen als Dünne, ist ja noch nachvollziehbar, aber was sich dabei unbewusst abspielt, lässt sich nur schwer erforschen. Ob Dicke an einer Mangelneurose leiden oder einen zusätzlichen Hunger, den Dünne nicht haben – einen Phantomhunger – - das wird merkwürdig selten diskutiert.

 

 Also, da gibt es einen direkten Zusammenhang zum Artikel Übergewicht und Psyche

April 22, 2007 Verfasst von fressnet2 | Netzspaziergang, Presse | | 1 Kommentar