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Ampelkennzeichnung: Von Krankenkassen empfohlen

Mittlerweile setzen sich die Krankenkassen für die Ampel-Kennzeichnung ein.


Per Brief haben die Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) die Bundesregierung und die für die Bereiche Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz zuständigen Europa-Politiker aufgefordert, sich für eine Ampel-Kennzeichnung bei Lebensmitteln einzusetzen. Die Kassenvorstände fordern darin, "die Nährwertkennzeichnung verarbeiteter Lebensmittel der Lebenswirklichkeit und den Informationsbedürfnissen der Verbraucherinnen und Verbraucher anzupassen". Unterzeichnet ist das Schreiben vom GKV-Spitzenverband, der AOK, der BKK, IKK und anderen Spitzenverbänden.

Der Brief ist erstaunlich – denn erstmals fordern damit neben Verbraucherschützern auch die Krankenkassen eine eindeutige Ampel-Kennzeichnung. Grund dafür ist der Versuch der Lebensmittelindustrie, eine solche Kennzeichnung durch die Europäische Union nicht nur zu verhindern – sondern sogar komplett verbieten zu lassen: Auf EU-Ebene wird seit längerem über eine verpflichtende Nährwertinformation diskutiert, im Dezember 2009 ist die erste Lesung eines Gesetzesentwurfs geplant. "Der gegenwärtige Kommissionsentwurf lässt ausschließlich eine Nährwertinformation in Tabellenform zu", kritisieren die Kassen. Aus der Sicht der GKV würden die Informationsbedürfnisse der Verbraucherinnen und Verbraucher damit nicht befriedigt. (Quelle)

August 27, 2009 - Verfasst von fressnet2 | Wirtschaft | | Noch keine Kommentare

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