Kurzdeklaration wider den Jo-Jo-Effekt
Abnehmen und dann den Erfolg
auch beizubehalten, ist mehr, als
im Durchschnitt gelingt.
Wer sich hierbei helfen lässt,
handelt so vernünftig, wie jemand,
der den Kopf aus dem Sand nimmt.
Das Abnehmen im Alleingang funktioniert nur allzu selten und ist mit einigen Gefahren verbunden.
Kontrolle, Punkte- und Kalorienzählen können manchmal funktionieren, schränken aber die Entscheidungsfreiheit ein.
Kurzfristige Diäten führen zum
Call-Boy auf ZEIT – Betrug, Lotterie und Jugendschutz im Call-Center
Bei „Call-Center“ kommt die Assoziation „Telefonsex“ entweder immer, oder nur, wenn man eine versaute Phantasie hat. Auf einem von beiden Wegen kam auch die hypothetische Überschrift
Wallraff als Call-Boy – neue Enthüllungen aus dem Telefonsexgeschäft
zustande. Wallraff hätte doch mal eine Story über die Telefongewohnheiten gelangweilter, frustrierter Telefonsexhotline-Kundinnen, oder Diätberatung am Telefon, also etwas konstruktives, machen können, aber nein:
Wallraff, der Quotenbringer, der meistgelesene Artikel bei Zeit-online von heute – zu Teilen frei erfunden, schreibt an seinem eigenen Mythos; man kann es erkennen, aber nicht beweisen:
Im Rückspiegel erkenne ich, wie ein Polizist auf dem Motorrad hinter mir herrast, sich dann mit schwungvoller Eleganz vor mich setzt und mich zum Halten veranlasst. … „Herr Kollege, ich bin verdeckt im Einsatz und habe es sehr eilig….“ …
Dazu sind Rückspiegel da!
„Ich meine das mit dem verdeckten Einsatz natürlich im übertragenen Sinne“, stammele ich, „… Mein Name ist Günter Wallraff.“ Da schaut er mich durchdringend an, schüttelt den Kopf und sagt: „Der sind Sie nicht, das Gesicht kenn ich.“ Daraufhin kläre ich ihn auf,…“ … Wir verabschieden uns mit Handschlag.
Welcher Polizist sollte denn Wallraffs Gesicht kennen, und warum? Hat der Polizist beim Handschlag den Handschuh ausgezogen? Hat der Handschlag wirklich stattgefunden – oder ist er nur frei erfunden, wie die Erregung des Callboys?
Ärgerlich an der Geschichte, dass sie so lang ist, und sie zu lesen irgendwie auch Zeitverschwendung. Es gibt Callcenter, und was da geschieht, ist selten ganz legal – ansonsten: Nichts Neues.
Die ZEIT kann mit dem Artikel Quote machen, routinierter Bild-Zeitungsstil hält beim feinen Blatt Einzug, usw …
„Ich geh grad am Computer und korrigiere noch mal den Artikel“
Tja, das klngt ungewohnt, aber nur, weil wir gewöhnlich am Computer sitzen, was aber gar nicht sein muss. An der Mayo-Klinik hat man einen Arbeitsplatz mit Laufband entwickelt – Angestellte bewegen sich ganz natürlich, und bleiben schlank wie eine Gerte – Vielleicht.
Bauch weg am Schreibpult
Weil, was der Chef nicht kennt, das führt er nicht ein, und die Bild-Zeitung, die darüber berichtet hat, gilt ja lange schon nicht mehr als glaubwürdig, woran nur dieser vielgelesene Bild-Blog schuld ist, der gar nicht mehr merkt, wenn ein blindes Huhn auch mal ein Korn findet.
Bauch weg am Schreibtisch – das geht auch ohne Laufband: ein paar (Telefon-) Bücher unter die Tastatur, bis die Höhe richtig ist, dass man im Stehen tippen kann, und dann los:
Bei jedem neuen Absatz eine leichte Kniebeuge, bitte.
Erfahrungsberichte bitte im Kommentar abgeben!
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Amerikaner am Telefon schlanker als in Wirklichkeit
Wenn die Übergewichtigenquote per Telefoninterview festgestellt werden soll, neigen die Befragten zum Schummelen: Frauen geben weniger Gewicht an, Männer machen sich größer, als sie sind.
Der so ermittelte BMI stimmt nicht mit der Wahrheit überein.
Anhand der korrigierten BMI-Werte müsse die Zahl der Fettsüchtigen in den USA um durchschnittlich mehr als 50 Prozent nach oben korrigiert werden. Im Jahr 2002 waren demnach 28,7 Prozent der Männer und 34,5 Prozent der Frauen in den USA adipös.
Süd-Nord-Gefälle in den USA
„In einigen US-Südstaaten sind mehr als 35 Prozent der Frauen und rund ein Drittel der Männer fettsüchtig“, erklärte Ezzati. Und das wahre Ausmaß des Gesundheitsproblems sei noch größer, denn die Zahlen bezögen sich nur auf Menschen mit einer Fettsucht, nicht auf solche mit moderatem Übergewicht.
Tai-Chi-Chih steigert Immunabwehr
Einer Meldung des Deutschen Ärzteblatts zufolge (26.03.2007) verbessert Tai Chi Chih, eine Reihe lieblicher Tai Chi Einzelbewegungen, das Immunsytem.
Diese westliche Variante des chinesischen Schattenboxens mit meditativen Bewegungen verbesserte einer randomisierten kontrollierten Studie deutlich die Wirkung eines Varizella-Impfstoffs.
Tai-Chi-Chih (LIVING TAO TAI CHI) besteht aus einer standardisierten Abfolge von 20 langsamen Bewegungen. Sie kombinieren Entspannung und aerobische Übungen. Tai-Chi-Chih ist leicht zu erlernen und kann auch von älteren Menschen praktiziert werden.
In der Studie, über die Michael Irwin vom Semel Institute for Neuroscience an der Universität Los Angeles berichtet, belegten 56 gesunde Probanden im Alter von 59 bis 86 Jahren über 16 Wochen dreimal wöchentlich Tai-Chi-Chih-Kurse. Eine gleich große Kontrollgruppe erhielt zur gleichen Zeit eine allgemeine Gesundheitsberatung mit Tipps zum Stressabbau, gesunder Ernährung und erholsamen Schlafgewohnheiten. Danach wurden beide Gruppen mit einer Varizella-Vakzine geimpft, die Kinder von Windpocken schützt, bei älteren Menschen möglicherweise auch einem Herpes zoster vorbeugt.
Eine nach 25 Wochen durchgeführte Laboruntersuchung zeigte, dass Tai-Chi-Chih die Wirkung der Varizellen-Vakzine deutlich gesteigert hatte. Tai-Chi-Chih-Praktizierende hätten eine doppelt so hohe zell-mediierte Immunität gegen das Varizellen-Zoster-Virus entwickelt wie die Kontrollgruppe, berichtet Irwin. Tai-Chi-Chih wirkte sich außerdem positiv auf die körperliche Funktion aus, senkte körperliche Schmerzen und steigerte Vitalität und mentale Gesundheit … .
In einer früheren kleineren Pilotstudie hatte Irwin bereits gezeigt, dass sich Tai-Chi-Chih auch ohne Impfung positiv auf das Immunsystem auswirkt.
Solche fernöstlichen Übungen werden hierzulande allerdings skeptisch betrachtet:
Klinisch eindrucksvoller wäre etwa der Beweis, dass Tai-Chi-Chih langfristig Häufigkeit oder Schweregrad der Gürtelrose beeinflusst. Dies würde allerdings eine größere Anzahl von Teilnehmern und eine längere Nachbeobachtungszeit erfordern.
Und bei aller Skepsis ist die Überlegung, weitere Studien anzustellen, durchaus nicht falsch: Man könnte auch Studien zu Tai-Chi-Chih und Übergewicht erstellen – schaden könnte das wenigstens nicht.
Bundesminister will verschärfte Aufklärung über Übergewicht und Fettleibigkeit
Auf diese Meldung haben wir ja schon lange gewartet:
„Die Zunahme von Übergewicht und Fettleibigkeit stellt vor allem auf Grund der gesundheitlichen Folgewirkungen ein ernstzunehmendes gesellschaftliches Problem dar, dem entgegengewirkt werden muss“, sagte Seehofer der „Berliner Zeitung“. Dazu sei eine bessere Aufklärung und eine umfassende Präventionsstrategie nötig.
Kann mir mal jemand sagen, ob jetzt auch die Aufklärung, wie sie im Internet stattfindet, verbessert wird, und wie das gehen soll?
Darf Bild der Frau weiterhin ihre Blitzdiäten bewerben?
Sollen all die nutzlosen, wirkungslosen Seiten weiterhin den Anspruch auf Problemlösungen als Wahrheit verkaufen?
Wann werden innovative Konzepte gefördert?
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Der Bundesärzteverband forderte die Politik auf, „wie beim Nichtraucherschutz auch beim Thema Übergewicht und Fettleibigkeit endlich Handlungsbedarf zu erkennen“. Der Süßwarenindustrie werde es zu leicht gemacht, Kinder mit Snacks und Schokoriegeln zu verführen, sagte Verbandssprecher Hans-Jörg Freese.
Ebenfalls verwunderlich: Dass das Verbraucherschutz-Ministerium sich angesprochen fühlt, und das Gesundheitsministerium schläft.
Durchfallerquote: 95 Prozent
… so die knappest mögliche Zusammenfassung eines langen Zeit-Artikels über Sinn, Erfolg und Zweck der Diäten.
Diäten können nie helfen
… Der Übergewichtige nimmt ein paar Wochen ab und kehrt danach zu seinem alten Lebenswandel zurück. Wie soll ein vorübergehender Kalorienverzicht zu einem dauerhaften Gewichtsverlust führen? Das wäre so als ob eine Woche Regen im Thschad die Sahara für alle Zeiten in Ackerland verwandeln würden. Eine „Diät“ hat nur Sinn vor einer OP oder einem ähnlichen wichtigen Termin.
Wer abnehmen will muss seine Ernährung für die komplette Dauer seines restlichen Lebens umstellen. Weniger Industriefutter, mehr Obst und Gemüse, weniger Tierprodukte und mehr Bewegung führen dauerhaft fast immer zum Erfolg. Aber mit einer zwei Wochen Diät werde ich nicht den Rest des Lebens schlank.
Diäten sind eine (meist teuer bezahlte) Schlankheit auf Probe.
Das war der Leserkommentar, der mir noch am besten gefallen hat, von AlbertHalbstein.
Bei der Gelegenheit ist dort noch Kommentar Nr. 8 aufgetaucht:
Die psychischen Ursachen des Übergewichts
… sind hier gar nicht untersucht worden. Dass Dicke ihre Probleme anders lösen oder aussitzen als Dünne, ist ja noch nachvollziehbar, aber was sich dabei unbewusst abspielt, lässt sich nur schwer erforschen. Ob Dicke an einer Mangelneurose leiden oder einen zusätzlichen Hunger, den Dünne nicht haben – einen Phantomhunger – - das wird merkwürdig selten diskutiert.
Also, da gibt es einen direkten Zusammenhang zum Artikel Übergewicht und Psyche …
Deutschland: Europameister der Dickbauchigkeit
Die Deutschen Dicken reiten vorraus
Bier, Fett und Bewegungsmangel machen die Deutschen zu den dicksten Bürgern der EU.
Sie lägen beim Gewicht inzwischen sogar gleichauf mit den USA. Einer internationalen Studie zufolge sind in Deutschland 75 Prozent der Männer und 59 Prozent der Frauen zu dick. Die Studie der International Association for the Study of Obesity (IASO)soll am Sonntag veröffentlicht werden.
Verbraucherschutzminister Horst Seehofer (CSU) will im Mai Eckpunkte(?) der Bundesregierung mit Maßnahmen, um ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung zu fördern, vorstellen. Er kündigte in der „Berliner Zeitung“ eine bessere Aufklärung und eine umfassende Vorsorgestrategie an.
Seine Vorgängerin Renate Künast (Grüne) kritisierte vor allem die Wirtschaft: „Unternehmen wie Ferrero verdienen seit Jahren an so genannten Kinderlebensmitteln, die viel zu fett und zu süß sind“, sagte die ehemalige Verbraucherschutzministerin dem Blatt. Nötig seien deshalb Werbeverbote und „eine klare Kennzeichnung von Lebensmitteln, die auf den ersten Blick erkennbar machen, was drin ist“.
60 Prozent der Deutschen sind unbewegt
Ernährungsexperte Francesco Branco von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sagte, dass 60 Prozent der Deutschen sich nicht ausreichend bewegen. Die Bundesbürger deckten zudem rund 35 Prozent ihres Energiebedarfs mit Fett. Empfohlen werden jedoch höchstens 30 Prozent. Auch der Bierkonsum spiele eine Rolle: Die Kalorien in dem Getränk sättigen nicht, setzen aber an.
Zusammenhang mit Einkommen und Bildung
Bei den Männern in Deutschland sind nach der Erhebung 52,9 Prozent übergewichtig, 22,5 leiden unter krankhafter Fettleibigkeit.
Bei den Frauen haben 35,6 Prozent Übergewicht, 23,3 Prozent sind adipös.
Niedrige Einkommens- und Bildungsklassen sind laut Branco überdurchschnittlich oft von Gewichtsproblemen betroffen. Die Bundesrepublik hat nach Zeitungsangaben Tschechien, Zypern und Großbritannien in der Rangliste der Dicken abgelöst, die EU-Spitzenreiter in den vergangenen Jahren waren.
„Weltweite Epidemie“
Fettleibigkeit sei zu einer weltweiten Epidemie geworden, zitiert die „Süddeutsche Zeitung“ den Europa-Präsidenten der IASO, Vojtech Hainer. Die überflüssigen Pfunde entwickelten sich zu einer Belastung für das Gesundheitssystem. Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall und verschiedene Krebsarten seien oft die Folgen, warnte Hainer.
Teuer
Sechs Prozent der Ausgaben der Gesundheitssysteme in der EU gehen auf Krankheiten zurück, die von Übergewicht verursacht worden sind. In Deutschland sind das zwischen 10 und 20 Milliarden Euro. Die Weltgesundheitsorganisation forderte die Politik zum Handeln auf. Die Werbung für fette und zuckerhaltige Nahrungsmittel solle eingeschränkt und die Menschen zu mehr körperlicher Bewegung animiert werden.
9. Mai 2007: Die Fortsetzung: Das Schlankheitsprogramm der Bundesregierung mit den fünf Eckpunkten
Markthalle, Spanien: Sinnenfroh einkaufen
Textprobe:
an einem der unzähligen Schinkenstände, wird ausgiebig probiert, letztendlich wandert ein wunderbar würziger Jamón aus den Bergen von Trevélez in Andalusien in die Tasche. Eigentlich wollte ich gar nicht so viel ausgeben…
Ein von Menschen umringter Stand fällt auf. Es ist eine Casquería, ein Stand, der Innereien verkauft, normalerweise kein sehr lukratives Geschäft, denn Zunge, Kutteln, Nieren, Herz oder was es da alles für Merkwürdigkeiten gibt, sind billig, für die Verkäuferin aber arbeitsaufwändig. Hier macht es die Menge. Die Kunden: Südamerikaner, Afrikaner, Immigranten.
Gesundheits-Zauber-Worte, schwergewichtig
Gesundheit, News, Top-Themen, Körper, Psyche, Medikamente, Heilmittel, Fitness, Wellness, Essen, Genießen, Forum, Herz-Kreislauf, Guten Appetit, Leicht-, Mittel- oder Schwergewicht?
Wir wissen nicht, was die Webmistresses und Webmasters bei FOCUS da wieder im Hinterkopf hatten – wahrscheinlich wollten sie eine führende Suchmaschine becirzen, und haben diese Zauberworte bei einer leeren Seite als Schlüsselworte und Meta-Beschreibung eingegeben.
Womit sie erreichen, dass etliche Kombinationen in den Ergebnissen weit oben liegen- und eine Seite ohne Inhalt auswerfen.
Eigentlich ein Fall von Desinformation, so etwas sollte eigentlich nicht vorkommen bei einem führenden Nachrichtenmagazin, aber so kommen die Systemfehler ans Tageslicht.
(gefunden bei Recherchen zum Thema Übergewicht und Psyche)
