Diät und ihre Feinheiten

vollwertiges, für Kopf, Herz und Bauch

Bauchfett schädigt Gefäße und Stoffwechsel -

… und der Abbau von Bauchfett schützt.

Das weiß uns der Diabetes-Blog zu sagen, und wir können die Nachricht lesen:

Präventionsprogramme sollten vor allem auf die Fettpolster im Bauchbereich zielen. Denn …  bei den sogenannten Prä-Diabetikern verursacht die beginnende Insulinresistenz Schäden an den Gefäßen. Anzeichen … der Arteriosklerose, haben die Tübinger Probanden, die besonders viel Fett am Bauch mit sich herumtragen - Experten sprechen auch von viszeralem Fett. …

„Eine Umstellung der Ernährung und mehr körperliche Bewegung lässt die Fettspeicher am Bauch schrumpfen.“

Wir wünschen von hier aus viel Erfolg beim gezielten Fettabbau. Aller Erfahrung nach lässt sich jedoch Fett nur allgemein abbauen, nicht gezielt das Fett bestimmter Körperregionen.  Ach ja: Jemand hat mal wieder eine Studie durchgeführt, die zu bereits bekannte Ergebnissen geführt hat, und jetzt wird wieder so getan, als gäbe es neue Nachrichten. Ob Diabetiker das unter Diätarbeit verstehen?

Immerhin sind wir jetzt informiert, dass Professor Fritsche im Mai einen Vortrag halten wird – über künftige Präventionsprogramme. Wir wünschen eine schöne Tagung!

April 17, 2007 Verfasst von fressnet2 | Netzspaziergang, Presse | | Noch keine Kommentare

Und wieder die Gene

Andrew Hattersley und Andere untersuchten den Zusammenhang zwischen Veranlagung und Übergewicht.

Die Wissenschaftler von der Peninsula Medical School in Exeter und der Universität Oxford erläutern im Fachmagazin „Science“, welche Rolle das Gen FTO beziehungsweise eine spezielle Variante davon für die Figur spielt.

Alors, immer das Gleiche, zu lesen im Focus.

Wbei man sich noch nicht mal die Mühe gemacht hat, zu erläutern, was „FTO“ überhaupt heißen soll. Wahrscheinlich „Feeding till Orgasm“, oder, frei übersetzt, auf Deutsch: „Fressen bis zum Umfallen“.

Trotzdem ein interssanter Artikel: Bisher 17 Kommentare, und was sagen die?

  • Dick wird man durch das bekannte „Zum-Kühlschrank-Ge(h)n“ … da bekanntlich in Amerika in den meisten Haushalten sehr große Kühlschränke zu finden sind, ist die Fettleibigkeit dort auch weit verbreitet. … Köstlich diese Studien, wahrscheinlich wurde diese von McDonald’s in Auftrag gegeben.
  • … Erstaunlich ist nur, dass es nach dem zweiten Weltkrieg in Deutschland so gut wie gar keine Dicken gab.
  • … Die einen werden fett die anderen nicht….
  • Die Gene sind an alllem schuld – Gottseidank!
  • … ein Witz! Warum würden die Genen plötzlich verrückt spielen und auch nur in den westlichen Ländern! Billige Ausrede sind es. Meine Schwester wiegt ca. 130kg und es kommt nicht von der Luft
  • … … also weiterfressen, ist sowieso alles genbedingt. Hat der liebe Gott also so gewollt.
  • Tolle Ausrede …
  • … solange mit dem Anfuettern und Abnehmen soviele Institutionen ihr vieles Geld verdienen, ist es nicht „politisch korrekt“, dagegen zu argumentieren.
  • „Neigen“ heißt nicht zwingend, dick werden
  • man kann auch mit diesen Genen etwas für sin Gewicht tun. Ich habe auch zuviel gewogen … und ich habe mitnerweilen 9 kg abgenommen.Und wisst Ihr was, ich fühle mich wohl dabei.
  • Ich kann mein Gewicht nur durch dauernde Diät und Kontrolle halten. … Wer natürlich nicht betroffen ist, der wird es nicht erkennen können, oder will es nicht, da man ja zu den besseren Menschen gehört, die ihr Gewicht im Griff haben. …
  • … geht es doch um die Frage, ob Reduktil und andere Präparate zur Stoffwechselregulation (egal auf welcher physiologischen Ebene) als Lifestyle-Präparate, die vom Patienten selbst finanziert werden müssen, oder als Arzneimittel für eine genetisch prädisponierte Erkrankung, die von der Solidargemeinschaft zu bezahlen sind, klassifiziert werden.
  • Wenn Fettleibigkeit zum großen Teil genetisch bedingt sein sollte, so müssten in Amerika erheblich mehr genetisch Vorbelastete leben als in Europa.
  • usw.

So sind unsere Massenmedien inzwischen verkommen: Sie lassen die Leser die redaktionelle Arbeit machen …

Und die machen das auch noch gerne, bei einem Thema, zu dem „jeder“ etwas zu sagen hat.Trotzdem stellt sich die Frage, ob das „Gen-Thema“ nicht schon längst, und unmissverständlich, in die Rubrik „Diätmythen“ gehört.

April 14, 2007 Verfasst von fressnet2 | Netzspaziergang, Presse | | Noch keine Kommentare

Die iedale Diät – vorgestellt bei Focus?

Hm, da hat der Tippfehlerteufel wieder zugeschlagen – womir hab’ ich das verdient?

Da wollte ich bloß die Fressnet-Diät   in der breiten Öffentlichkeit vorstellen, es passte auch alles so schön zusammen: Frau Franic hatte im Frau-Blog („Die Zukunft ist weiblich“ – von mir aus, damit hab’ ich keine Probleme, das war sie schon immer, und das Wassermann-Zeitalter hat ja gerade erst angefangen) wirklich nett formuliert:

Wer will schon wochenlang das Gleiche essen? Früher oder später hängt Ihnen diese „Cuisine a la Kerker“ zum Hals heraus und der Flop ist schon vorprogrammiert.

- und dann dieser Tippfehler:

Von Klaus | 12. April 2007 | 13:34
Selbst, wenn bei Focus 100 Diäten besprochen werden – die iedale Diät gibt es nicht. Ich habe versucht, dem Rechnung zu tragen, und die
„Fressnet-Diät“ entwickelt.
Der – bisherige – Fehler des Konzepts ist nur, dass es nicht bekannt ist.

Jetzt fehlt bloß noch, dass die Stiftung Warentest im nächsten Diät-Spezial-Heft die Fressnet-Diät bewertet als „Nicht iedal“!

April 12, 2007 Verfasst von fressnet2 | Netzspaziergang, Presse | | Noch keine Kommentare

Lästereien und Erwartungen

Hüten Sie sich heute vor allzu hohen Erwartungen. Träume und Wünsche gehen halt nicht einfach per Fingerschnippen in Erfüllung. Sie müssen schon etwas dafür tun. Das gilt im Job ebenso wie in privater Hinsicht. Je eher Sie sich darüber im Klaren sind, desto besser. Wichtige berufliche Entscheidungen und Schritte sollten Sie übrigens dreifach überdenken.

Das kommt davon, wenn man auf woman-magazinen stöbert.  Da findet sich auch die Rubrik „Ran an den Speck“ von einer Szene-Reakteurin geschrieben, und wir finden wundervolle Beispiele weiblicher Selbsterkenntnis:

Frauen sind genetisch bedingt die besseren Plapperer. Wir reden mehr, denken schneller und finden blumigere Ausdrucke für Schuhe/Handtaschen/Schokolade, als Männer. Das ist an sich ja eine super Sache. Aber: Wir sind auch Königinnen im Lästern.

Schön, dass/wenn es der Frau Kellermann so gut geht. Ihre Chefin ist auch ganz fit:

„Du hast eine halbe Tafel Schokolade in der Hand gehabt“, sagt sie vorwurfsvoll. „Jahaaaa… die bringe ich aber gleich mit in die Konferenz! Ich will die doch gar nicht essen!“, wehre ich mich umgehend. „Darum geht’s ja gar nicht“, sagt sie. „Aber ich habe dich mit der Schokolade im Fahrstuhl gesehen… Du musst Treppen steigen!“

Frau auf Diät – oder dem, was sie darunter versteht, überlegt, dass sie „irgendwann“ ein Glas Wein trinken wird:

 Immerhin gehören 1,5 Liter Wasserflaschen seit drei Tagen zu meinen neuen Accessoires – und da wird eine kleine Belohnung ja wohl mal drin sein! Und soviel ww-Punkte hat das auch nicht!

Die Hauptsache ist doch, wir haben mal darüber gesprochen, Nicht wahr?

Wenn Frau Kellermann, die das Abnehmen doch nun wirklich nicht nötig hat, wenigstens gesagt hätte: Fressnet.de behauptet ja sogar, dass man den Wein gar nicht als Belohnung, sondern aus therapeutischen Gründen – in Maßen, als förderliche Handlung zu sich nehmen soll.   

Aber so sind die Frauenzeitschriften: „Hüten Sie sich vor hohen Erwartungen …“

März 15, 2007 Verfasst von fressnet2 | Netzspaziergang, Presse | | Noch keine Kommentare

Kurzportrait Fressnet.de

Anlässe, auf die Internetseite www.fressnet.de hinzuweisen, gibt es immer wieder:
Hier wird das Thema Abnehmen nicht hauptsächlich unter dem Aspekt der einzigen richtigen Ernährung gesehen; es geht um Information, Aufklärung, Didaktik und Selbsthilfe. Die Beteiligung der LeserInnen ist erwünscht.

Die Seite bietet inhaltlich immerhin stellenweise mehr als das Übliche – so wird einigen Diätmythen nachgespürt, die sich als unwahr herausstellen, und zunehmend das Thema „Selbsthilfe“ ausgebaut, das in Zukunft wohl ein tragender Pfeiler aller Diätbemühungen wird sein müssen.

Aber auch die Diätregeln werden auf eine verblüffend andere Weise aufgefasst, als dies im Mainstream geschieht.
Somit dürfte es lohnend sein, bei einem zukünftigen Report zum Thema Diät oder Abnehmen Fressnet.de zu „konsultieren“.

Rückfragen unter

null sechs eins zwo sechs

fünf acht vier sechs sechs vier

Information, Auflärung, Didaktik und Selbsthilfe bei Übergewicht

März 12, 2007 Verfasst von fressnet2 | Presse | | Noch keine Kommentare